Konzepte (Auswahl)


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Knalltüte



Mit der Arbeit "Knalltüte" bietet die Künstlergruppe N-E-S-T endlich eine Bombe für den Hausgebrauch. In einer Zeit in der Dinge wieder selbst in die Hand genommen werden
müssen, wird nun endlich auch dem kunstinteressierten Publikum ein Bausatz für fachgerechte Explosionen präsentiert.
Das ironisch-kritische Werk der Künstlergruppe N-E-S-T besteht aus 11 klassischen Brötchentüten in einem Objektkasten. Auf den Tüten wird mit Hilfe von Symbolen und Textbeschreibungen die korrekte Abfolge beschrieben, die zur gewünschten Explosion führt.
Der private Anwender ist somit endlich in der Lage den Urknall in den eigenen vier Wänden nachzuvollziehen.

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Artwork



Videoausschnitt auf youtube

Arbeiter waren innerhalb eines Projektzeitraumes von 4 Wochen täglich damit beschäftigt, leere Kartons mit Hilfe einer Sackkarre in einen Seecontainer zu befördern. Die Kartons mußten dort so fachgerecht gestapelt werden dass der Container komplett gefüllt war. Nach der erfolgreichen Beladung des Containers wurde umgehend mit der Entladung des selbigen begonnen. Dazu transportierten die Arbeiter die Kartons auf demselben Wege aus dem Seh-Container und stapelten sie außerhalb auf. Nach Beendigung des Entladevorgangs begann der Prozess aufs Neue.

Der Container der Künstlergruppe N-E-S-T war Teil des Kunstwerkes und nicht bloße Ausstellungsfläche. Das Werk befand sich in einem ständigen Prozess und bot über das inhaltliche Konzept eine Ebene der formalästhetischen Auseinandersetzung mit den Bereichen Skulptur und Plastik im öffentlichen Raum.

In diesem Projekt wollte die Künstlergruppe N-E-S-T die Besucher anregen, über den Sinn und Unsinn von Arbeit nachzudenken. Der Arbeiter hat, so wie der in dem Mythos des Sisyphos, zwar unter großen Anstrengungen seine Arbeit verrichtet, aber dennoch niemals sein Ziel erreicht. Er erfuhr weder eine Erfüllung seiner Tätigkeit noch eine gesellschaftliche Anerkennung. Das Kartenhaus seiner Arbeit wurde durch seine Betätigung immer wieder aufs Neue zum Einsturz gebracht. Die Inhaltslosigkeit der Kartons diente hier zusätzlich als Spiegel der sinnbefreiten Tätigkeit.

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Das Leben - ein Zirkus



Videoausschnitt auf youtube

Das deutsche Wort Zirkus leitet sich vom griechischen „kirkos” ab und
bezeichnete im antiken Griechenland eine kreisförmige Arena. Die Arena
unserer Protagonisten scheint im Video auf den Sauerländer Mischwald
beschränkt zu sein - jedoch steht dieser stellvertretend für die Arena der
gesamten Welt.

Trügen die Personen Clownskostüme so würden ihre artistischen Versuche wenig verwundern und kaum belustigen. Da es sich aber um „gestandene Herren“ der Gesellschaft handelt, die auf sonntäglichem Spaziergang in Mantel und Hut Leibesübungen vollbringen, wirkt diese Szene der gutbürgerlichen Zusammenkunft auf seltsame Weise skurril.

Die ständige Wiederholung der Tätigkeiten, gesteigert durch das als
Endlosschleife angelegte Video, steht als Metapher für die ständigen
Wiederholungen im täglichen Leben. Dass das Leben ein Zirkus sei und wir bei dieser Aufführung die uns zugedachten Rollen spielen, ist eine Erfindung der spätromantischen Literatur um die Wende zum 19. Jahrhundert. Doch auch heute noch sehen wir uns ständig in Gefahr vom Seil zu stürzen oder von großen Tieren gefressen zu werden und das anfänglich unbeschwerte Lachen bleibt uns im Halse stecken.

Ist das Leben eine Komödie? Eine Tragödie? Eine Farce? Oder vielleicht sogar alles gleichzeitig? Doch schweigen wir, der Vorhang hebt sich - denn die Show muss weitergehen.

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Kreuzfeuer



Das Kreuz ist ein weltweit verbreitetes Symbol und von hoher kultureller Bedeutung. Dieses Symbol steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Kreuzfeuer“ mit der die Künstlergruppe N-E-S-T die kulturelle Gesundung der Gesellschaft einleitet. Durch die ironisch-kritische Auseinandersetzung mit der Kunst einerseits und dem bedeutungsschwangeren Symbol des Kreuzes andererseits, werden ihre Werke für die Besucher zu einer Medizin, die die Kulturinteressierten zu einem kritischerem Umgang mit der Kunst und dadurch zur Selbstheilung anregt. In ihrem Kreuzzug durch die abendländische Kulturlandschaft trifft N-E-S-T auf Künstler wie Malewitsch,
Mondrian, Duchamp oder Beuys und nimmt zeitgleich den aktuellen Kulturbetrieb ins Kreuzfeuer.

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Der Weg zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung

N-E-S-T bewegte sich von einer Stadt zur nächsten und verbreitete im Sinne
des erweiterten Kunstbegriffs Hinweise, die einen Weg zur gesellschaftlichen
Weiterentwicklung deuten. Auf die Position "Längengrad: 7,83528° Ost,
Breitengrad: 51,2708° Nord³ wurde in allen eingesetzten Medien hingewiesen.
Wer sich auf den Weg zu diesen Koordinaten machte fand heraus, dass sich
dieser Punkt im Zentrum einer Gesellschaftsform befindet, die seit
Generationen erfolgreich in der Natur existiert. Dieses Ameisennest, mit
seinen enormen Ausmaßen, das bevölkert wird von zahllosen Bewohnern, wirkt wie ein gut funktionierender Organismus.

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Aus allem etwas machen - zu Bertolt Brecht

Installation aus 3 Objekten. Jedes Objekt besteht aus einem Foto und einer
Zigarrenkiste, in der die Utensilien präsentiert werden, die auf der
Fotografie zum Einsatz kommen.

In Anlehnung an berühmte Bühnenstücke des Zigarrenliebhabers Brecht
entstanden epische Kunstwerke, die versuchen ein eingreifendes Denken zu
vermitteln. Die zusätzliche dreidimensionale Präsentation der Bildfiguren soll
dem Betrachter die Möglichkeit eröffnen nicht nur die dramatische Figur zu
sehen, sondern auch den Darsteller. In gestischer Reduktion werden
Impressionen aus den Stücken "Die Dreigroschenoper", "Der kaukasische
Kreidekreis" und "Der gute Mensch von Sezuan³ dargestellt, deren
durchgehendes Thema die Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens ist.

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Siegfriede

Die Künstlergruppe N-E-S-T begab sich parallel zu den Nibelungenfestspielen im Kunstverein Worms auf Heldensuche.
Während der Performance "Deutschland sucht den SuperSiegfried"
wurde die Ausstellungshalle zur Bühne einer Castingshow.

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Seitenwechsel



In der Installation „Seitenwechsel“ tritt der Besucher an die Stelle des Fußball
managers und kann für eine festgeschriebene Ablösesumme den Spieler seiner Wahl erstehen. Sehr gute Spieler sind, wie im wahren Leben, selten und somit auch entsprechend teurer. Das Schicksal dieses Spielers liegt nun in der Hand des Besuchers. Er kann ihn bewundern und hofieren oder aber auch, stellvertretend für alle überbezahlten Fehleinkäufe, zum Frustabbau an die Dartscheibe heften.

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Der Hirsch als kulturelle Einrichtung in deutschen Wohnstuben



Eine ironisch-kritische Bearbeitung zur Geschichte des Bürgertums
Begegnet man den wohl letzten freihängenden Exponaten der Marke
"Röhrender Hirsch", so beginnt man zu rätseln was dieser imposante
Paarhufer der bildenden Kunst wohl angetan haben muß, dass sie ihn
in Eiche-Rustikal-Rahmen sperrten und auf das deutsche Kleinbürgertum
herabschauen ließen. N-E-S-T machte mit der Renaissance des Hirschmotivs in der zeitgenössischen Kunst eine neue Sichtweise auf einen Klassiker möglich.

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Loveletters vom Lennestrand

Konzeption und künstlerische Leitung der Ausstellung für die Museen der
Stadt Lüdenscheid.

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Zwischen Kunstgenuss und Götterspeise


Essen und Kunst stehen schon seit Jahrhunderten in einem untrennbaren
Zusammenhang. In der Darstellung des letzten Abendmahls, barocker Festessen, Stilleben bis hin zur Popart wird das Essen in all seinen Formen Bestandteil des kulturellen Ausdrucks.
N-E-S-T greift dieses klassische Motiv in einer Performance auf, die im öffentlichen Raum stattfindet.

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